| Die Zahnmedizin leistet einen wichtigen Beitrag zur Volksgesundheit. Da Erkrankungen der Zähne neben den offensichtlichen Auswirkungen für die Ernährung und die Optik auch weitgehende Folgen für den Organismus haben können, sollte man sich regelmäßig untersuchen lassen und nicht warten, bis die Schmerzen unerträglich werden. Bei den Zähnen gilt leider, dass Schmerzen oft mit Schädigungen verbunden sind. Im schlimmsten Fall kann ein zu langes Hinauszögern des Zahnarztbesuches bedeuten, dass der Verlust eines Zahnes unvermeidbar wird. Dies ist insofern problematisch, weil trotz vieler Möglichkeiten für Zahnersatz zu sorgen, der natürliche Zahn nach wie vor die beste Option ist. Auch wenn es viele Mittel gibt, einen erkrankten Zahn zu behandeln und zu erhalten, z.B. indem Füllungen aus Amalgam oder Keramik eingebracht werden, trägt der Patient selber einen großen Teil der Verantwortung für die Gesundheit seine Zähne.
Um möglichst lange ohne künstliche Zähne in Form von Implantaten oder Brücken auszugekommen, ist es wichtig, von klein an für eine gute Zahnpflege zu sorgen. Die Zahnbürste, die dazu heute so selbstverständlich benutzt wird, ist erst seit etwa Mitte des 20. Jahrhunderts gebräuchlich und wurde nur möglich durch die Erfindung des Nylons. Die Vorläufer der Zahnbürste waren kaum verbreitet und wurden nur von wenigen benutzt. Schon 3000 Jahre v. Chr. wurden in Ägypten zerfaserte Stöckchen zum Kauen für die Zahnreinigung verwendet. Die erste professionelle Vermarktung von Zahnbürsten fand im deutschen Sprachraum um das Jahr 1700 statt. Meist handelte es sich dabei um Bürsten, die aus Knochen und Borsten von Kühen oder Schweinen hergestellt wurden. Diese Zahnbürsten wurden fast ausschließlich von der Oberschicht verwendet und galten als Luxusartikel. Bis zur Erfindung der modernen Zahnbürste fand die Pflege der Zähne bei den meisten Menschen gar nicht oder nur unzureichend statt.
Neben der Anwendung der Zahnbürste ist es wichtig, regelmäßig Zahnseide zu benutzen, um auch in die unzugänglichen Stellen zu gelangen und den Zahnbelag in den Zwischenräumen der Zähne zu entfernen. Vermutlich wurden schon in prähistorischer Zeit Fäden aus Pflanzenfasern benutzt, um einen ähnlichen Effekt wie heute mit Zahnseide zu erreichen. Die Erfindung der modernen Zahnseide geht auf Levi Spear Parmly zurück, der sie am Anfang des 19. Jahrhunderts seinen Patienten zur Reinigung der Zähne empfahl. Ergänzt werden sollten die heimischen Maßnahmen durch eine regelmäßige professionelle Zahnreinigung.
Schöne Zähne gelten heute mehr denn je als Ausweis eines gepflegten und kultivierten Menschen. Neben der Pflege gehören dazu auch Verschönerungen durch das Tragen von Zahnspangen oder eine Aufhellung der Zahnfarbe mit Bleaching. |